Dorfgeschichte von Weyer

Dorfgeschichte WeyerAm 1. Juli 1971 wurde die Nachbargemeinde Weyer (mit ca. 600 Einwohnern) im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform der Gemeinde Gochsheim eingegliedert.

In der Gemarkung Weyer breiten sich vor Regulierung des Maines und der Trockenlegung der Fluren etliche fischreiche Seen und Weiher aus, die dem Dorf den Namen gaben. Dieser Umstand dürfte auch die Zisterziensermönche aus Ebrach bewogen haben, sich in Weyer niederzulassen.

Weyer wurde erstmals 1174 als Besitz des Klosters Ebrach erwähnt. 1205 waren bereits Adelige auf der Burg Bergheide, die schon 1427 wieder zerstört wurde, ansässig. Im Jahre 1254 überließ der Bischof von Würzburg dem Abt von Ebrach Abgaben und Gerechtsame des Dorfes Weyer. Schon bald darauf entstand am Fuße der Bergheide, an einem Nebenarm des Mains, eine Klostermühle. Weyer entwickelte sich in der Folgezeit zu einem Verwaltungszentrum für den Klosterbesitz in dieser Gegend.

Zur Zeit der Säkularisation (1803) wurde das Kloster Ebrach aufgelöst. Der gesamte Zehnt von Weyer fiel an den Fürsten von Thurn und Taxis als Ersatz für das verstaatlichte Postunternehmen.

Früher überwiegend von der Landwirtschaft geprägt, brachte auch für diesen Ort die Industrialisierung und Technisierung des 19. und 20. Jahrhunderts die entscheidende Entwicklung. Die Mehrzahl der Einwohner arbeitet in der Industrie, den Geschäften und Behörden der 7 km entfernten Stadt Schweinfurt.