Die Gochsheimer Plantracht

PlantrachtBurschen

Weißes Hemd mit schwarzem Binder, schwarze Hose, schwarze Schuhe und Strümpfe, schwarze Weste mit einem Kreuz aus Seide und den Anfangsbuchstaben des Burschen als Monogramm eingestickt - Pentagramm.
Darüber schwarzer Gehrock (Gesthindri - Frack - Stöß), weiße Handschuhe.
Feststehender Zylinder (kein Klappzylinder) mit vielen bunten Bändern - Liebesbänder - Rosmarinstengeln. Sie stehen für Fruchtbarkeit und Treue.


Mädchen

Die Mädchen trugen früher schwarze Seidenstrümpfe - teilweise auch Wollstrümpfe, schwarze Schuhe, mindestens 2 neue Kleider (von der Schneiderin "Nahtara" genäht).
Die Kleider sind auch heute der jeweiligen Mode angepasst. Kleines Sträußchen am Kleid und im Haar. Ein Mittelscheitel war fast Pflicht. Zu gewissen Zeiten - 1885 - trug man noch Halbschürzen aus Brokat oder Seide. Um den Hals und am Arm wird Schmuck getragen.
Die Gochsheimer Festtracht wurde nachweislich nur dreimal getragen: 1896 - 1904. 1956 wurde sie zuletzt vom Trachtenverein ausgeführt. Wahrscheinlich wurde die schöne Festtracht wegen Interesselosigkeit der Gochsheimer Jugend nicht mehr getragen.

Gerd Spitzner