Seniorenbeirat

Auf Anraten der Bayerischen Staatsregierung wurde ein Seniorenbeirat gegründet. Am 27. April 1998 fand die Gründungsversammlung statt, bei der nachfolgende Satzung beschossen wurde.

§ 1 Aufgabe
Der Seniorenbeirat berät die Gemeinde, deren Ausschüsse und die Gemeindeverwaltung in grundsätzlichen Angelegenheiten älterer Mitbürger u.a. bei der Planung und Schaffung von Einrichtungen im Blick auf das Lebens- und Wohnumfeld, der Koordinierung und Durchführung von Maßnahmen für Senioren sowie der ideellen und finanziellen Förderung der Altenarbeit.
Er versteht sich auch als Organ der Meinungsbildung und des Erfahrungsaustausches auf sozialem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet.
Er vertritt die gemeinsamen Interessen der Senioren in der Öffentlichkeit.
Um dies zu erreichen, arbeitet der Seniorenbeirat möglichst eng mit den altenpolitisch engagierten Gruppen des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens, mit der politischen Gemeinde sowie mit der Kommunalverwaltung zusammen.

§2 Berufung der Mitglieder
Die Organisation, Verbände und Einrichtungen schlagen je einen Vertreter für den Seniorenbeirat zur Berufung vor; dieser Vertreter bestellt im Verhinderungsfall einen Stellvertreter.
Der Seniorenbeirat wird jeweils für die Dauer der Wahlperiode des Gemeinderates berufen.
Der Seniorenbeirat arbeitet selbständig und selbstverantwortlich. Die Tätigkeit im Seniorenbeirat ist ehrenamtlich. Die Sachkosten werden erstattet.

§3 Zusammensetzung
Der Seniorenbeirat setzt sich zusammen aus:

  • Vertreter der Seniorenkreise
  • Vertreter der in der Gemeinde tätigen Wohlfahrtsverbände
  • Vertreter der örtlichen kirchlichen ambulanten Pflegedienste
  • Vertreter der Verbände, die in der Gemeinde Altenarbeit leisten

Die Mitglieder des Seniorenbeirates haben je eine Stimme.
Der Vorstand besteht aus dem / der Vorsitzenden, dem / der Stellvertreter(in) und dem / der Schriftführer(in).
Der / die Vorsitzende ist vom Gemeinderat aus seiner Mitte zu bestellen.

§4 Sitzungen
Der Seniorenbeirat soll mindestens zweimal im Jahr zu öffentlichen Sitzungen zusammentreten. Weitere öffentliche oder nichtöffentliche Sitzungen sind anzuberaumen, wenn mindestens 1/4 der Mitglieder dies beantragen oder wenn der Vorstand es für geboten hält.
Der / die Vorsitzende leitet die Sitzung und Verteilt die Geschäfte im Einvernehmen mit dem Vorstand an die Mitglieder des Seniorenbeirates. Im Einvernehmen mit dem Vorstand können Sachverständige hinzugezogen werden, wenn das für die Behandlung eines Tagesordnungspunktes notwendig erscheint.
Der 1. Bürgermeister nimmt an den Sitzungen beratend teil.

§5 Satzungsänderung
Die Satzung kann nur mit einfacher Mehrheit der Anwesenden des Seniorenbeirates geändert werden.

§ 6 Einladungen
Zu den Sitzungen des Seniorenbeirates lädt der / die Vorsitzende die Mitglieder unter Beifügung der Tagesordnung mindestens zwei Wochen vor dem Sitzungstermin schriftlich ein. Die Tagesordnung ist mit den Mitgliedern des Vorstands abzusprechen. Die Einladung wird zwei Wochen vor dem Termin im Amtsblatt der Gemeinde oder ortsüblich veröffentlicht.

§ 7 Beschlussfassung
Der Seniorenbeirat ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder ordnungsgemäß geladen und mehr als 1/3 der Mitglieder anwesend sind. Der Seniorenbeirat beschließt mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt. Über jede öffentliche und nichtöffentliche Sitzung des Seniorenbeirates wird eine Ergebnisniederschrift angefertigt, die allen Mitgliedern sowie dem Bürgermeister übermittelt wird. Bei Vorstandsitzungen ist ein Protokoll für den Vorstand sowie für den Bürgermeister anzufertigen.
Die Satzung wird hiermit anerkannt.

Gochsheim, den 27. April 1998

Unterschriften:
gez. Liane Schubert, Vorsitzende
gez. Gaby Sander, Stellvertreterin

Im Jahr nach der Gründung, 1999, war das Jahr der Senioren. Dies nahm der Seniorenbeirat zum Anlass, einen Seniorennachmittag mit einem bunten Programm und zahlreichen nützlichen Informationen zu organisieren, der großen Anklang in der Bevölkerung fand.

Heute finden im jährlichen Wechsel Theaterbesuche oder Busausflüge statt. Anfangs wurden nur Theateraufführungen vom Fränkischen Theater Schloß Maßbach besucht, doch inzwischen lernten die Seniorinnen und Senioren auch Freilichttheater der näheren Umgebung kennen. Die Bus- und Schiffsreisen erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit. So lernen die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger ihre Heimat kennen und pflegen soziale Kontakte. Die Resonanz ist immer sehr groß.

Aus den Seniorenbeiratssitzungen ging auch der Wunsch zur Durchführung eines Senioren-Bürgergesprächs hervor, das erstmals am 26. April 2001 stattfand und seitdem jährlich wiederholt wird.